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Landkreis braucht noch mehr Personal
von Redaktion – 9.11.2009Der Landkreis Bautzen muss 700.000 Euro zusätzlich für Personal ausgeben. Andernfalls sei kein Bürgerservice mehr möglich.
Landkreis. Der Kreistag billigte auf seiner jüngsten Sitzung einen entsprechenden Beschlussvorschlag der Verwaltung mehrheitlich. Hintergrund sind in erster Linie die im Zuge der Kreisgebietsreform vom Freistaat Sachsen übernommenen Aufgaben, für die der Landkreis nicht genügend oder nicht ausreichend qualifiziertes Personal bekommen hatte.
„Ursprünglich hatten wir geglaubt, die Fehlstellen durch eigenes Personal ausgleichen zu können“, erklärte der Finanzbeigeordnete des Bautzener Landrates, Steffen Domschke (CDU). Man habe aber erkennen müssen, dass dieses Kalkül nicht aufgehe. „Um unseren Anspruch einer bürgerfreundlichen Verwaltung zu erfüllen, mussten wir Neueinstellungen vornehmen“, so Domschke.
Die Abgeordneten zeigten überwiegend Verständnis für die Zwangslage der Verwaltung. Gerhard Lemm (SPD) nutzte die Thematik allerdings für eine Generalabrechnung mit dem Freistaat Sachsen, für dessen „Schlampereien“ im Zuge der Aufgabenübertragung der Landkreis Bautzen jetzt die Zeche zahlen müsse. „Wir werden vom Freistaat in schöner Regelmäßigkeit über den Tisch gezogen“, erklärte Lemm.
Lemms Fraktionskollege Roland Fleischer stellte gar den Sinn der Kreisgebietsreform in Frage: „Eigentlich sollte diese zu Ersparnissen führen, doch ich sehe nur immer wieder neue, zusätzliche Kosten“, erklärte er. Dem allerdings widersprach der Landrat: „Es war von vornherein klar, dass die Einsparungen erst mittelfristig zum Tragen kommen.“

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