Löbau, Wirtschaft, Zittau
Unternehmer arbeitet Grenzzollanlage um
von Steffen Linke – 7.02.2010Der Ebersbacher Unternehmer Renee Jannasch arbeitet die ehemalige Grenzzollanlage in Seifhennersdorf für das Oberlausitzer Konzert- und Veranstaltungshaus Ebersbach um.
Ebersbach. Dem 49-Jährigen war zuerst die Anlage in Ludwigsdorf angeboten worden. „Das wäre von der Logistik her eine Nummer zu groß gewesen“, sagt er. Der Standort Seifhennersdorf sei interessanter für ihn gewesen. „Denn dort habe ich doch auch Historien, musste mein Auto bei Zollkontrollen ausladen“, erinnert er sich.
Die Überdachung der Grenzzollanlage Seifhennersdorf aus Stahl misst 20 mal 22 Meter. Es handelt sich also um 44 Quadratmeter überdachte Fläche inklusive der Abfertigungscontainer – in einem fast unverschlissenen Zustand. Über die Kosten möchte Renee Jannasch nicht sprechen. In Zusammenarbeit mit dem Stahlbau Oberlausitz sei die Grenzzollanlage innerhalb von fünf Tagen in Form einer normalen Industriedemontage abgebaut, in einzelne Segmente zerlegt und zwischengelagert worden. Zeitweise herrschten dabei minus 18 Grad. „Wir haben ganz schön an die Hände gefroren“, sagt er.
Jetzt soll die abgebaute Anlage den neuen Bedingungen entsprechend aufbereitet werden und als Ergänzung am Oberlausitzer Konzert- und Veranstaltungshaus Ebersbach dienen. Die Arbeiten in Eigenleistung über einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen sind im ersten bzw. zweiten Quartal vorgesehen. Renee Jannasch denkt dabei an eine offene überdachte Fläche für Messen und andere verschiedene Veranstaltungen. Der Anbau erfolgt an der hinteren Seite des Kulturtempels – wenn die entsprechende Baugenehmigung vorliegt. Im Detail soll die ehemalige Grenzzollanlage mit den anfangs besagten Maßen halbiert und auf zehn Meter Breite an das Gebäude angebaut werden, sodass ein zehn Meter breiter und 40 Meter langer überdachter Gang entsteht.
In der Perspektive – aller Voraussicht Ende dieses Jahres – soll dieser Komplex mit Wänden verkleidet werden. Renee Jannasch spricht dabei von einer effektiven sinnvollen Nachnutzung. Die Besucher der Veranstaltungen sollen auch künftig das historische Flair spüren, da ein Abfertigungscontainer in diesen Bau integriert wird. „Ich werde auch die Schilder Seifhennersdorf-Varnsdorf bzw. Varnsdorf-Seifhennersdorf an geeigneten Stellen platzieren“, so der Ebersbacher Unternehmer.


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