Kultur, Nachrichten, Zittau
Hilfeschrei des Zittauer Theaters
von Redaktion – 5.02.2010In einem offenen Brief an die Stadträte und den Zittauer Oberbürgermeister fordert der Intendant des Gerhart-Hauptmann-Theaters Karsten Knödler keinen Euro mehr als bisher, sondern den bisherigen Stand der Förderung trotz gestiegener Kosten.
Zittau. Folgender Hintergrund: Es ist wieder einmal der Streit darüber entfacht, wie viel Geld die Stadt dem Theater über den Sitzgemeindeanteil zahlen muss. Schnelle, verlockende Einsparungen in Höhe von 100.000 Euro waren laut Karsten Knödler schnell gefunden. In dem peinlichen Disput zwischen Stadt und Kreis werden seiner Meinung nach Gesetze bemüht, Klauseln, Paragrafen, Verträge und der schwarze Peter hin und her gereicht.
In dem offenen Brief heißt es unter anderem: „Es scheint auch dem einen oder anderen Stadtrat nicht klar zu sein, dass eine Verringerung der Zuschüsse durch die Stadt weitere Kürzungen durch Landkreis und Kulturraum zur Folge haben (müssen!), die ein Vielfaches dieses Betrages ausmachen und die Existenz des Theaters ernsthaft in Frage stellen und weitreichende Konsequenzen nach sich ziehen.“
Karsten Knödler: „Kürzungen haben drastische Einschnitte in Qualität und Quantität des künstlerischen Angebots zur Folge und stellen letztlich das Theater in Zittau in Frage. Wie viel ist der Stadt ihr Theater wert, ob sie nun Gesellschafter ist oder nicht? Diese Frage sollte längerfristig beantwortet werden und uns Planungssicherheit geben. Wir werden weiter für den Erhalt eines eigenständigen Theaters in Zittau kämpfen. Aber wir brauchen Hilfe!“

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