Niesky, Sport
Eintracht Niesky: Auf Unbereit folgt Kölzow
Von der Tabellenspitze ist Eintracht Niesky meilenweit entfernt, jetzt zog der Verein die Reißleine. Wegen der „unbefriedigenden sportlichen Situation“ wurde der Trainer ausgetauscht. Auf Alexander Unbereit folgt Fred Kölzow.
Niesky. Eigentlich war der aus Weißwasser stammende Kölzow bereits im vergangenen Sommer die „Nr. 1“ unter den Trainerkandidaten. Allerdings fühlte er sich der angebotenen Aufgabe beim Nieskyer Bezirksklasse-Vertreter noch nicht gewachsen, wollte nach langen Jahren als Nachwuchs- und Männercoach bei KSV 90 und SV Grün-Weiß Weißwasser eine Auszeit vom Fußball gönnen. Deshalb entschieden sich die Eintracht-Verantwortlichen für Alexander Unbereit, der nach einem Engagement als Nachwuchs-Trainer bei Gelb-Weiß Görlitz endlich mehr Verantwortung übernehmen und in den Männerbereich einsteigen wollte. Nach anfänglichen Erfolgen wendete sich jedoch das Blatt: Die Nieskyer Mannschaft lief ihren Ansprüchen immer mehr hinterher. Das Saisonziel, unter die ersten Fünf zu kommen, geriet in weite Ferne.
Der Abwärtstrend setzte sich auch nach der Winterpause fort. Höhepunkt war das 0:1 auf heimischem Platz gegen den im Abstiegskampf befindlichen SV Neueibau. „Wir mussten handeln“, erklärt Andree Gauernack die Notwendigkeit des wenige Tage später verkündeten Trainerwechsels. „Wir hatten seit sieben Spielen nicht mehr gewonnen. Wir wollten ein Zeichen setzen und konnten Fred Kölzow von unseren Vorstellungen überzeugen.“ Von Alexander Unbereit habe man sich in „gegenseitigem Einvernehmen“ getrennt.
Von dem neuen Mann auf der Trainerbank erhofft man sich beim Bezirksliga-Absteiger eine ganze Menge. „Uns war klar, dass es für ganz oben in dieser Saison nicht reichen würde. Aber ein guter Mittelfeldplatz sollte es schon sein“, formuliert Pressesprecher Gauernack die Ansprüche. Er hofft, dass Kölzow das Team neu motivieren kann, ihm wieder den Spaß am Fußballspiel vermittelt. Der war unter Unbereit zuletzt offenbar verloren gegangen. „Man hat gespürt, dass da nur wenige mit vollem Einsatz bei der Sache waren.“ Dabei kommt den Nieskyern zu Gute, dass Kölzow selbst wieder „Blut“ geleckt hat am runden Leder. Hilfreich könnte seine Erfahrung im Nachwuchsbereich sein. „Wir denken, dass er unsere junge Mannschaft qualitativ nach vorn bringen kann“, meint Gauernack.
Kölzows Engagement in Niesky soll längerfristig sein. Doch dies ist im Fußball ja bekanntlich eine unsichere Sache. Die Verantwortlichen sehen in dem Weißwasseraner jedenfalls den „Mann der Zukunft“, mit dem man in der nächsten Saison nicht nur im Mittelfeld, sondern weiter oben in de Tabelle landen will.

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