Ballsportverbot beginnt mit „Mannschaftscharakter“

Die Beschilderung ist komplex, doch die Einschränkungen nunmehr auch klar dokumentiert. Foto: Stadt Görlitz
Görlitz. Mit Piktogrammen auf Hinweisschildern hat die Stadt Görlitz nun auf das Verbot von Ballspielen und Grillen auf dem Wilhelmsplatz hingewiesen, da dieser mit der neuen Grünflächensatzung als „gärtnerisch hochwertige Grünanlage“ eingestuft ist. In der Praxis stellt sich das ganze etwas komplizierter da, da sich Ballspiele nur auf ein „Ballsportverbot mit Mannschaftscharakter (zwischen zwei Mannschaften oder mit mehr als vier Mitspielern) bezieht. Zudem wird auf das Fahrradverbot abseits von Wegen und Flächen sowie ein Hundeverbot mit Ausnahme der Wegeflächen des Wilhelmsplatzes hingewiesen. Mit der Berichterstattung zu Anwohnerprotesten hatte der Niederschlesische Kurier in der Görlitzausgabe zum Schutz der Anwohnerinteressen beigetragen.
Dennoch bleibt der Platz ein Ort, an dem Meinungsbekundungen ihren Ausgang nehmen oder stattfinden. Am späten Samstagabend, 20. Juni, ist es hier zu einigen Widerstandshandlungen gekommen. Anwohner riefen aufgrund von Ruhestörung die Polizei. Die Beamten trafen eine Gruppe von circa 20 Personen an. Mit der Feststellung der Personalien waren einige davon offensichtlich nicht einverstanden. Sie versuchten sich der Kontrolle zu entziehen oder die Polizisten gewaltsam von ihrer Arbeit abzuhalten. Die Uniformierten sorgten schließlich für Ruhe. Gegen eine 18-Jährige, einen 25-Jährigen sowie einen 30 Jährigen folgten Anzeigen wegen Widerstands und auch tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte. Bei den drei Tatverdächtigen handelt es sich um deutsche Staatsbürger. Ein 22 Jahre alter polnischer Staatsbürger erhielt ebenfalls eine Anzeige. âtsk