Klosterwasser strömt naturnah

Dank der Bauarbeiten kann das Klosterwasser bei Niedrig- und bei Mittelwasser wieder komplett durch Neudörfel fließen.
Neudörfel. Die Sanierungsarbeiten am Klosterwasser im Räckelwitzer Ortsteil Neudörfel sind abgeschlossen. Ursprünglich war dies bereits für November 2019 geplant gewesen. In diesem Zuge wurde das das Teilungsbauwerk zur Flutmulde abgerissen und neu gebaut. Für die Arbeiten waren circa 1,7 Millionen Euro veranschlagt.
Das neue Bauwerk kann größere Abflüsse automatisch in den Flutgraben ableiten. Dadurch kann das Klosterwasser bei Niedrig- und bei Mittelwasser wieder komplett durch Neudörfel fließen. Bisher sei nur nur wenig Wasser im Hauptarm geflossen. Durch die geringe Fließgeschwindigkeit kam es zu Verkrautung und Verlandung. In den Sommermonaten führte das zu Geruchsbelästigungen. Nun wurde der Gewässerabschnitt revitalisiert und Ufermauern würden zu Böschungen umgebaut.
An steilen Böschungen entstanden Trockenbiotope aus Wasserbausteinen. Flachere Ufer wurden mit Nadelholzfaschinen (Rutenbündel), Röhrichtwalzen (gepresste Kokos- und Schilffasern) und Holzpfählen gesichert. Das Gewässer wurde von Schlamm und Sedimenten befreit und an geeigneten Stellen Strukturelemente wie Fischunterstände und Stammbuhnen eingebaut. Dies soll die Wiederansiedlung des Bachneunauges und anderer heimischer Fischarten und Wasserlebewesen unterstützen.