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Markt kehrt zurück

Markt kehrt zurück

So stellte sich der Blick in die neue Elisabethstraße am Freigabetag, dem 1. April, dar. Fotos: Till Scholtz-Knobloch

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Sitzgruppe mit Trinkwasserspender in Blickrichtung Dicker Turm

Görlitz. Nach rund 18 Monaten Bauzeit ist der westliche Elisabethplatz seit 1. April wieder der Öffentlichkeit zugänglich. Der Wochenmarkt kehrt damit vor Ostern von seinem Interimsstandort am Marienplatz zurück. Marktstände erhalten moderne Strom- und Wasseranschlüsse und werden entlang der Mittelachse aufgestellt, die erneut als Asphaltband ausgeführt wurde. Parkflächen für Händler, Kunden und Anwohner wurden integriert. Ein Trinkbrunnen und Sitzbänke laden zum Verweilen ein, während der traditionsreiche Zeitungskiosk bereits seit Wochen wieder an seinem Platz steht.

Ein markantes Element der Umgestaltung ist die doppelreihige Bepflanzung mit Rosskastanien und Winterlinden, die für Schatten, Blütenpracht und eine angenehme Aufenthaltsqualität sorgen sollen. Der vergrößerte Pflanzabstand von rund 11 Metern ermögliche den Bäumen eine gesunde Kronenentwicklung und verbessere die Platznutzung, betont die Stadt. Die Bäume wurden in ein spezielles Substrat gesetzt und ihr Umfeld mit einem Geogitter stabilisiert. Die Bewässerung erfolgt über ein Zisternensystem, das Niederschlagswasser sammelt und effizient verteilt. Dies puffert Starkregen und unterstützt die Grundwasserbildung.

Im Zuge der Baumaßnahme wurden zudem sämtliche Versorgungsleitungen erneuert, darunter Trink- und Abwasserleitungen sowie Strom- und Breitbandkabel. Die Stadtwerke Görlitz AG installierten eine LED-Straßenbeleuchtung und schufen die Infrastruktur für E-Ladesäulen. Die Gesamtinvestition betrug rund 1,7 Millionen Euro, gefördert aus Programmen zum städtebaulichen Denkmalschutz und zur Belebung innerstädtischer Zentren.

Am 7. Juni wird die abgeschlossene Sanierung mit einem Fest gefeiert, das in Verbindung mit der Naschallee auf dem östlichen Elisabethplatz stattfindet. 

Mitte des 19. Jahrhunderts wurden im Zuge der preußischen Stadtentwicklung die alten Befestigungsanlagen abgetragen, wobei der „Dicke Turm“ aus dem Jahr 1250 erhalten blieb. Zwischen 1844 und 1855 entstand ein Boulevard mit vier Baumreihen, befestigten Gehwegen und Fahrbahnen aus Basaltpflaster. Seit 1869 wird der Platz als Wochenmarkt genutzt, zunächst über beide Platzteile hinweg. 1926 wurde eine zentrale Fahrspur aus Walzasphalt eingefügt.

tsk / 07.04.2025

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