Verantwortung in Neugersdorf

Auch Jacob, der Sohn von Steffen Rösler, fasst bei der Arbeit enthusiastisch mit an. Foto: Steffen Rösler
Neugersdorf. „Vor einigen Jahren habe ich mit meiner Familie begonnen, die Gedenkstätte für die Gefallenen des 1. Weltkrieges zu pflegen und zu sanieren, denn das Kriegerdenkmal war extrem verwahrlost“, bekennt Steffen Rösler gegenüber dem Oberlausitzer Kurier und berichtet: „Wir haben mit Absprache der Friedhofsverwaltung begonnen die Wege zu reinigen. Das Denkmal selber wurde von uns von Moos befreit und abgewaschen. Die Technik stellte uns die Firma Stanke aus Neugersdorf zur Verfügung . Jetzt ist es an der Zeit , sich um noch andere Dinge zu kümmern , wie z. B. kleine Treppen die zu richten wären. Hier würde ich mir natürlich wünschen, dass auch hier die eine oder andere Firma sich an der Sanierung der Treppen beteiligen würde.“
In jedem Falle stehen einige Ausgaben an, für die Steffen Rösler mit Unterstützung der Kirchengemeinde um Spenden unter dem Betreff „Spende Denkmal Neugersdorf, Rt (Rechnungsträger) Nr. 2180 Neugersdorf“ an IBAN: DE 98 8505 0100 3000 0424 73 bittet.
Steffen Rösler berichtet, dass er das Denkmal schon aus der Kindheit kenne. „Unsere Großeltern erzählten uns von den schlimmen Zeiten des Krieges. Soldaten, welche im Krieg gefallen sind und viele nicht einmal ein Grab bekamen, haben hier wenigstens eine Gedenktafel erhalten“, umreißt er seine Motivation. Seine Familie stamme aus Elbing (Elblag) in Westpreußen und auch der Bruder seiner Oma sei im Krieg gefallen: „Viele Menschen aus Neugersdorf haben bestimmt Angehörige, die im Krieg gefallen oder vermisst sind und das Anliegen sicher teilen“, meint er.